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Hier findest Du viele Informationen zu den Veröffentlichungen. Auch die Story hinter dem Titel. Einfach nur anhören oder mehr erfahren, sei neugierig!

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Die Story hinter dem Song!

Du willst erfahren warum Moridama seine Musik schreibt und warum sie klingt, wie sie klingt? Hier erfährst du Hintergründe und Zusatzinformationen zu fast allen Titeln die bisher veröffentlicht wurden. Starte die Musik, lehne dich zurück und lies spannende Details über die Entstehung des Songs!

Fly to the sky

Die 1990er Jahre waren musikalisch wild und bunt! Vor allem im Bereich der elektronischen Musik gab es unzählige Variationen der elektronischen Genres. Ein großer Teilbereich war „Trance“. Trance entwickelte sich schon sehr früh, hatte zahlreiche Vorfahren, bis es zu Beginn der 1990er dann einen Durchbruch erlebte und Mitte des Jahrzehnts einen Höhepunkt erreichte. Bis heute lebt diese Musikrichtung in verschiedenen Formen weiter.

Oft waren die Übergänge zwischen House, Techno und Trance fließend. Einige der damaligen Titel waren so markant, dass sie alleinstehend schon Subgenres bildeten. Oft war und ist es schwer, die einzelnen Tracks eindeutig einem Stil zuzuordnen. In dem Dschungel der Vielfalt leben Stile wie Acid Trance, Deep Trance, Dream House, Psytrance, Hard Trance, Progressive Trance, Tech Trance, Balearic Trance, usw…

In meinem Track „Fly tot he sky“ habe ich mich von einigen damaligen Titeln inspirieren lassen. Ich interpretiere die verschiedenen Stile auf meine ganz eigene Weise. Ich würde sagen, es ist eine Mischung aus Happy-Hardcore und Hard-Trance geworden, gewürzt mit ein paar anderen „trancigen“ Elementen. Ziel war aber auch, das musikalische Element „Space“ mit einzuweben. Hier darf sich gerne jeder seine eigene Meinung bilden.

Orientiert habe ich mich zwar an den typischen Elementen des Trance, ich würde jedoch nicht behaupten wollen, dass es sich um einen ganz typischen Trance-Titel handelt. Die harte Basslinie habe ich im Laufe der Produktion sanft in den Hintergrund verschoben, um einen offeneren und weiteren Klang zu erhalten. Dafür bekam der Song einen kräftig wummernden Bass-Bereich. Der melodische Lead-Synthesizer erinnert zudem eher an die 1970er Jahre. Die Vocals habe ich selbst eingesprochen. Ich halte mich weiterhin nicht für den großen Sänger, aber mal zwei kurze Zeilen einsprechen klappt!

Insgesamt wollte ich eine atmosphärische, weite Klangwelt erschaffen. Das führte jedoch dazu, dass alles etwas „halliger“ wurde als gedacht. Vielleicht fehlt es dem ein oder anderen an Klarheit. Ich sehe das aber als keinen Nachteil, da ich meine Vorstellung des Klangraumes einigermaßen hinbekommen habe. Ich gebe durchaus zu, dass ich eine Schwäche für breite und sphärische Welten habe, die mir in der Umsetzung oft ein bisschen aus dem Ruder laufen. Aber ich bin mir ganz sicher, ich bin nicht der Einzige, der das mag. Musik ist ein kreativ künstlerischer Ausdruck, da ist alles erlaubt was gefällt und der Geschmack ist ja bekanntlich bei jedem Menschen ein anderer.

Warehouse 7

Moridama steht für musikalische Vielfalt, dazu gehört auch elektronische Tanzmusik, kurz als „EDM“ bezeichnet. Eine der grundlegendsten Stile der EDM ist die House-Music. Da ich zuvor noch keinen EDM-Track produziert hatte, wollte ich mich einmal an diesem Musikstil versuchen.

Als ich mit „Warehouse 7“ begann, wollte ich mich an den frühen Ursprüngen des House orientieren. Der grundlegende Beat war schnell gesetzt, doch hätten dann viele Disco-typische Sounds dominieren müssen. Ich bin jedoch kein Freund von der Nutzung von zu vielen fertigen „gesampelten“ Elementen. Nun lebt ein Teil der House-Music natürlich von diesem „Recycling“, was auch in Ordnung ist. Ich wollte aber etwas eigenes, neues kreieren und mich nicht zu sehr in der großen Kiste der Musikgeschichte bedienen. Also verwendete ich Synthesizer aus den 1970er und 1980er Jahren und formte meinen eigenen Klang. Einzig die Vocal-Elemente stammen von einem der vielen „Wühltische“, in denen man sich bedienen darf, denn mir fehlte schlicht die Stimme, um eigene Aufnahmen zu machen.
Ich habe mich entschieden den Song nicht zu voll zu stopfen, also lieber weniger Instrumente zu verwenden, eine einfache Melodie zu spielen und eine die „Monotonie“ gelegentlich durch wechsel der Instrumente oder der Basslinie zu durchbrechen. Alles in allem sollte es zunächst nicht „über-kompliziert“ werden. EDM lebt durchaus von einer gewissen „Einfachheit“, die aber dennoch ordentlich ausgearbeitet werden muss. Dieser erste House-Track meinerseits ist kein Meisterwerk, vielmehr ein Ausflug in einen für mich neuen Musikstil. Ich denke, er besitzt meine persönliche Note, kopiert nichts und hat auch nicht den Anspruch „bei den Großen“ mitzuspielen. Ich hatte Freude dabei und hoffe, ich treffe damit den ein oder anderen Geschmack.

Für interessierte, hier ein kurzer historischer Ausflug: Die Geschichte des „House“ beginnt in den späten 1970er Jahren in Chicago, wo ein DJ namens Frankie Knuckles in einem Club auflegte, den man „The Warehouse“ nannte. Frankie Knuckles spielte vornehmlich Disco, stellte dabei aber fest, dass bestimmte Abschnitte der Lieder, die Menschen besonders stark auf der Tanzfläche hielt. Ende der 1970er begann er, diese Abschnitte vermehrt ineinander zu mischen. Er fand heraus, dass es einen gemeinsamen Beat gab, der dies bewirkte. Mit beginn des neuen Jahrzehnts hatte er so einen neuen Beat gefunden, der sich perfekt eignete. Schnell verbreitete sich der Stil von Frankie Knuckles und in seinem Umfeld sprachen die Menschen davon, dass das die Musik wäre die im „Warehouse“ gespielt wurde. Nach kurzer Zeit kürzte sich der Begriff auf „House“ und der neue Name für den unverkennbaren Stil war geboren.
House-Music war die Basis für unzählige darauf folgende Musikstile. Dazu gehört vor allem auch Techno. Es wäre jedoch zu viel, hier alle daraus entstandenen Subgenre aufzuzählen…

Lemon Avenue

Etwas Jazz, etwas Funk, etwas Pop und ganz viel Saxophon! "Lemon Avenue" ist ein Lied mit viel Swing, macht gute Laune und ist perfekt für einen Spaziergang an der frischen Luft. Lasst Luft und Sonne in eure Herzen! Für schlechte Laune ist hier kein Platz!

Dieser Song hat eine lange Entwicklung durchgemacht. Ich hatte aus einer Laune heraus mit einem Wurlitzer-Piano herumgespielt und war wohl an diesem Tag in einer ganz speziellen Laune. Meine Kreativität spülte mir daher einige sehr ungewöhnliche und interessante Töne ins Ohr. Einige Tage später kamen dann Schlagzeug und Bass hinzu, wieder einige Zeit später das Saxophon. Immer wieder vergingen einige Monate und ich arbeitete dazwischen an anderen Songs. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Song nur einen Arbeitstitel hatte. Im Gegensatz zu anderen Songs hatte dieser nicht das Bedürfnis, mehr Instrumente zu bekommen. Es blieb bei einem relativ einfachen Setting. Schwieriger war es, den Swing im Rhythmus sauber hin zu bekommen. Es war wichtig, dass die einzelnen Instrumente ihren persönlichen Rhythmus und Charakter bekamen. Nichts sollte hier überpräzise werden, denn der Song lebte von seinen Freiheiten. Es war eher wie bei einer Live-Aufzeichnung, das fand ich sehr gut.

Das Saxophon war lange Zeit nur ein digitales. Es klang okay, hatte aber zu wenig Charakter. Glücklicherweise ist meine Partnerin Saskia eine Saxophonistin (unter anderem), was wir natürlich gleich nutzten. So wurde dann die Saxophon-Spur aufgezeichnet und eingemischt. Bei den Aufnahmen zeigte sich jedoch, dass meine Komposition für das Alt-Sax an gewisse Grenzen stieß. So mussten sowohl Saxophonistin als auch Instrument gequält werden um die hohen Töne und langen Passagen zu spielen. Es war wirklich nicht leicht und ich freue mich umso mehr, dass wir es hinbekommen haben. Es blieb auch nicht viel Zeit zum Einstudieren, dafür ist das Ergebnis aber wirklich gut geworden. Vielen Dank hier nochmals an die Geduld meiner Frau!

Das Mixing und Mastering gestaltete sich dann wieder etwas aufwändiger, da ich nie richtig zufrieden war mit dem Klangbild. Es ist offensichtlich noch nicht meine beste Disziplin, Aufnahmen von echten Instrumenten abzumischen. Aber, es ist ja bekanntlich noch kein Meister vom Himmel.... naja, ihr wisst schon.

Floating

Der Alltag ist stressig, die Nerven sind angespannt und der Geist sehnt sich nach Ruhe und Ausgeglichenheit. Mein Alltag ist oft sehr belastend, das geht fraglos vielen Menschen so. Da braucht es zwischendurch einige Minuten der Ruhe und des Ausgleichs. Für mich als Musiker und Musikliebhaber gibt es kaum etwas entspannenderes, als mit einem passenden Song einge Zeit abzutauchen, sich Zeit zu nehmen und alles um mich herum zu vergessen.

Ich fragte mich also, was ein Lied aus meiner Sicht benötigt um mich auf eine Entspannungsreise mitzunehmen. Ich schloss die Augen, suchte nach der Ruhe und Stille in mir und fühlte eine leichte, salzige Prise. Vor meinem geistigen Auge sah ich die Brandung eines Meeres. In diesem Bild verweilte ich einige Sekunden, dann fühlte ich eine kühlende Prise, den Geruch von feuchtem Boden und frischer, energetischer Luft. Ich hörte das zwitschern von Vögeln. Es war der Wald, der mir hier einen weiteren Platz der Ruhe und der Entspannung anbot. Dies waren nun meine zwei Grundelemente.

Ich erinnerte mich an zahlreiche andere entspannende Musikstücke, die mich inspirierten. Einige davon stammten aus den 1990er Jahren, waren manchmal auch Trancige oder energetischere Stücke, hatten jedoch auf mich eine gewisse entspannende Wirkung. Mir schwebte etwas langsames, getragenes vor. Ich wollte versuchen einige der Elemente aus anderen Stücken aufzugreifen. Alles sollte sich auf harmonische Weise zu einem Gesamtkonzept verbinden. Hypnonische, ritualisierte Elemente gemeinsam mit energetischen Akzenten. Abwechslungsreich, trotz einer sich wiederholenden Basis  - wie ein Mantra.

Der Hintergrund sollte von Meeresrauschen und Vogelgesang gebildet werden. Er wäre das Fundament des Liedes. Das Klavier als mein persönliches Basisinstrument sollte den melodischen Grundaufbau in Form einer einfachen melodischen Abfolge bilden. Dazu ein tragender Bass. Synthetisch und klar, wie ein weiches, angenehmes und einhüllendes Tuch. Ein Glockenähnlicher Ton sollte eine gewisse leichtigkeit erzeugen, ergänzt durch eine sanfte, gezogene Fläche. Im weiteren Verlauf setzen andere Töne weitere akzente, ohne jedoch das Lied schwerer werden zu lassen. Ein synthetischer E-Gitarren-Sound sollte mehr Energie einbringen und uns tiefer hinein in eine Stimmung des Wiederaufladens tragen. Ich erreichte einen Punkt, an dem das Lied verschiedene emotionale Aspekt besaß. Wer das Lied hört, sollte seine eigenen Emotionen frei einbringen können, sich tragen lassen, die Gedanken fließen und den Geis beruhigen lassen.

Das gesamte Stück hatte nun die Eigenschaft, mich und andere auf eine entspannende Reise des Geistes mitzunehmen. Der Alltag tritt in den Hintergrund, nur der Moment zählt. Ich kann mit diesem Lied meinen Kräfte sammeln, meinen Fokus wieer schärfen und die innere Ruhe finden. Ich hoffe, dies gelingt auch anderen. Ich lade jeden herzlich ein, auf eine Gedankenreise zum eigenen Mittelpunkt, zu sich selbst, in die Weiten des Kosmos, wo auch immer das Ziel sein soll...

Origin

Ich bin ein Freund von Soundtracks, dazu gehört auch die Musik von Computerspielen. Früher waren das meist synthetische Sounds aus einfachen Silizium-Chips, heute werden dafür große Orchester bemüht und sensationelle Kompositionen geschrieben. So auch bei einem meiner Lieblingsspiel-Serien, "Ori and the blind Forest", sowie "Ori and the will of the Whisps". Beide spiele haben einen großartigen Soundtrack, geschrieben von Gareth Coker. Vor allem die Musik des zweiten Teils inspirierte mich. Also nahm ich mir vor ein eigenes Stück zu komponieren, das Elemente des Ori-Soundtracks beinhalten sollte. Ich wollte jedoch nicht einfach etwas bestehendes kopieren, ich wollte ihm meine eigene Handschrift verleihen.

Basierend auf dem Konzept der Originalmusik baute ich zunächst eine Phrase als Basis. Alles sollte auf den Instrumenten eines Sinfonieorchesters basieren, also ohne synthetische Klänge. Ich spielte also Stück für Stück, Instrument nach Instrument ein. Hierzu nutzte ich die möglichkeit, ein ganzes Sinfonieorchester in meinem PC zu besitzen. HIerfür liebe ich die Zeit in der ich lebe!

Es war ein langsames herantasten an den richtigen Klang. Ich versuchte immer wieder vor meinem geistigen Auge das Spiel und bestimmte Szenen aufleben zu lassen. Die Stimmung des gesamten Spieles wollte ich in meinem Sinne in das eigene Stück packen. Er den zweiten Teil zuende gespielt hat, der versteht vermutlich, warum mich eine gewisse traurigkeit ereilt. Doch ebenso ist es eine große Hoffnung. Beides sind tragende Säulen meiner Komposition.

Das Stück beginnt ruhig, wird getragen von einer melancholischen Stimmung und ergänzt durch sanfte Ruhe und mitschwingender Hoffnung. Zum Ende des Liedes wird es ein klein wenig Energetischer durch Donnerschläge, die sich langsam aufbauen und rhytmisch entwickeln. Französische Hörner erhöhen die Energie und bringen das Lied zu einem Abschluss. Dann klingt es aus, verblasst und erlischt.

Das Spiel hat für mich etwas mit dem Ursprung des Lebens zu tun, der Wiedergeburt des Lebens auch aus der tiefsten Dunkelheit heraus. Ori heißt der Hauptcharakter des spiels und im englischen heiß Ursprung "Origin". Somit war der Titel ganz klar.

Ich kann nur jedem Freund von Spielen des Metroidvania-Jump'n'Run Genre empfehlen die Spiele zu spielen. Grafik, Musik und Gameplay sind einfach ergreifend großartig. Aber vorischt, man sollte schon leidensfähig sein, das Spiel bringt einen gerne mal an gewisse Grenzen.

Elated

Die Gitarre ist nicht unbedingt mein instrument, denn es gelang mir nie es ordentlich zu spielen. Dennoch mag ich den Klang, deshalb nahm ich mir vor, ein Lied mit Gitarre zu komponieren, auch wenn ich dazu die Hilfe der Technik nutzen muss.

Ich begann mit verschiedenen versuchen und lies mich von dem Klang der Gitarre leiten. Manchmal hat man keinen genauen Plan, beginnt ohne Orientierung und wird dann auf einen Weg geleitet. Die Musik ist manchmal eigenwillig, und ich lasse ihr die Freiheit. Es ist wie eine innere Stimme und sie half mir dieses Lied zu formen.

Zwar ist die Gitarre fraglos das zentrale Element, doch wollte ich einen weiteren Akzent setzen. Ich wollte einen kraftvollen perkussiven Auftritt ergänzen. Daher wird das Lied von einem recht dominanten Rythmus begleitet. Das mag sicher nicht jedem gefallen, ist jedoch Teil des konzeptes dieses Liedes.

In diesem Lied spiegeln sich einige Aspekte der Musik der 1980er Jahre wieder, dennoch ist es keine Retrospektive. Es ist - zugegeben - ein wenig experimentell. Am Ende jedoch für mich ein funktionierendes Zusammenspiel der Elemente.

Snowflakes Dream

Musik ist eine Sprache, mit deren Hilfe man geschichten erzählen kann. Gleichzeitig interpretiert der Zuhörer die Musik nach seinem persönlichen Empfinden. Wenn man etwas neues komponiert und dabei etwas bestimmtes ausdrücken möchte, hat man jedoch Methoden, die "Sprache" zu nutzen. Als ich "Snowflakes Dream" schrieb hatte ich einmal mehr ein Bild vor meinem inneren Auge. Ich stellte mir vor, wie eine zwarte Schneeflocke in den hohen Bergen auf seine Reise geht, vom Wind getragen über die stille Landschaft der Berge. Vorbei an schneebedeckten Bergspitzen, unter ihr tiefe Täler. Wabernde, weiche Wolken ziehen vorbei, die Sonne beleuchtet von oben die Szene. Auf und ab gleitet die Schneeflocke, sinkt immer tiefer hinab auf die weiße Landschaft. Der Wind bläst sie über einen Bergwipfel, unter ihr erscheint ein großes ausgedehntes Schneefelt an einem flachen Hang. Sanft gleitet sie hinab in Richtung einer kleinen Gruppe eingeschneiter Bäume. Es gibt keine harten Kanten, alles ist in ein weiches weißes Tuch gehüllt. Die kleine Schneeflocke driftet sanft hinab auf einen der Bäume zu, wird noch einige male sanft hin und her gewirbeld und bleibt schließlich genau auf der Spitze eines Baumes liegen und beendet hier ihre Reise. Eine Geschichte wie der Traum einer Schneeflocke.

Geschichten kann man mit Worten erzählen und mit Musik. Doch auch beides Gemeinsam ist möglich. Wenn man meine Geschichte der kleinen Schneeflocke kennt und das Lied dazu hört, kann man es sich vermutlich besser vorstellen, es emotionaler erleben. Doch das bedeutet nicht, dass man nicht auch andere innere Bilder zu dieser Musik haben kann. Es kann auch eine ganz andere geschichte dazu erzählt werden. Musik ist universell und transportiert Emotionen. Das ist eine viel tiefere Erfahrung als ein geschriebenes oder gesprochenes Wort.

"Snowflakes Dream" ist ein orchestrales Lied. Es basiert auf den Instrumenten eines klassischen Sinfonieorchesters. Die Flöte spielt hier die leitende Melodie, getragen von Streichern und Klavier. Eine Harfe unterstützt die Stimmung, ergänzt durch einen Chor. Es ist meist nicht viel nötig um ein stimmiges Gesamtbild zu erzeugen. Die kraftvollen französischen Hörner verleihen dem Lied in der zweiten Hälfte eine majestätische Größe. Die Komposition ist langsam und ruhig gehalten, weich und ohne scharfe Töne. Für mich ein beruhigendes und inspirierendes Stück, das im Sommer den Geist abkühlt und im Winter die Stimung hebt.

Escape reality

Manchmal möchte man der Realität entfliehen. Manchmal ist einem alles zu viel, zu anstrengend, zu ungerecht, zu hart. Wir alle kennen diese Momente. Wer ist nicht schon an dem Punkt gewesen wo verzweiflung und resignation ihn erfassten. Man hat die Orientierung verloren, sieht keinen Weg mehr, weiß nicht mehr weiter. Nichts erscheint mehr richtig, alles läuft schief. Man will einfach nur noch raus aus der Lage...
Auch mir ging es schon oft so. Das Leben kann einem manchmal schon übel mitspielen. Doch meist übersehen wir in solchen Moment die vielen schönen, positiven Dinge des Lebens. Sie sind da, man steht nicht alleine da, es gibt Licht hinter den dunklen Wolken. Da hilft es oft einige Schritte zurück zu treten, sich auf die innere Stärke zu besinnen und das große Gesamtbild zu betrachten.

Das Lied "Escape reality" ist mein erstes Lied mit Text und Stimme. Ebenso auch der erste richtige Versuch zu singen, gemeinsam mit meiner Partnerin. Ursprünglich war es als instrumentales Stück geplant, angesiedelt im Bereich der 1980er Jahre Italo-Disco. Am Ende ist es eine Mischform geworden. Wie so oft entwickelt sich nicht jedes Projekt wie geplant. Das muss aber nichts schlechtes sein. Meine Partnerin hatte die Idee einen Text dazu zu schreiben und einzusingen. Das war dann auch gleich unser Debut im Gesangsbereich. Wir besitzen keine ausgebildeten Gesangsstimmen, daher war es ein großes Abenteuer, schwieriger als wir dachten, doch hat es auch viel Spaß gemacht.

Das Lied ist sehr synthetisch. Angelehnt an den Sound der 1980er Jahre Italo-Disco, verfeinert mit modernen Zutaten. Man kann es Retrofuturistisch einordnen. Den Gesang habe ich versucht an die Vocal-Atmosphäre der Pet-Shop-Boys anzunähern. Ich verwendete so weit möglich 80er-typische Synthesizer und mischte sie mit einigen frischen Klängen. Das einmischen der Gesangsstimmen war aber die größte Herausforderung, da dies für mich ein ganz neues Gebiet war. Das kostete doch einige Zeit. Aber man wächst an jeder Aufgabe.

Der Text soll einem aufzeigen, dass man nicht verzweifeln muss, auch wenn das Leben mal gar nicht rund läuft. Nach dem Regen kommt auch wieder Sonne. Wir verlaufen uns oft im alltäglichen Wahnsinn des Lebens, verlieren den Überblick, sehen nur noch Hindernisse, aber keinen Weg mehr. Der Text beschreibt dies und berichtet davon, dass es auch wieder aufwärts gehen wird, dass man die Hoffnung nicht verlieren soll und dass man stärker ist als man denkt. Ein positives Lied, ermutigend und motivierend.

Hier die Lyrics:

When you run through the labyrinth of life
And you don't look left or right, left or right
Fate tirelessly rolls the dice
Bad surprise, bad surprise
You cannot see through the illusions
No way to solution
Your way seems to move all the time
Only walls, no straight line

Sometimes you want to escape reality
Nothing seems right, so you pray to find a way
But nothing is as it seems
Take a closer look
The sun will shine again
You are stronger than you think

Someone reaches you a hand
Out of the blue from a strange land
Look at your life from a bird's eye view
Get an overview, overview
Take the chance and draw a map
Hoist the sails for the next step
The haze rises and you see
You are the key, the key

Sometimes you want to escape reality
Nothing seems right, so you pray to find a way
But nothing is as it seems
Take a closer look
The sun will shine again
You are stronger than you think

When you walk trough the labyrinth of life
And you look what's left and right, left and right
Fate tirelessly rolls the dice
Good surprise, good surprise
You can see through the illusions
Free way to solution
Your way is straight suddenly
No more walls, you feel free

Sometimes you want to escape reality
Nothing seems right, so you pray to find a way
But nothing is as it seems
Take a closer look
The sun will shine again
You are stronger than you think

(Lyrics von Saskia Kaufmann und Markus Wlochowitz)

Retroscener 2020

Auch wenn meine musikalischen Wurzeln in der klassischen Musik liegen, haben mich schon sehr früh die einfachen, synthetischen Klänge der Computer in den 1980er Jahren fasziniert. In den 1980er Jahren begann die sogenannte Homecomputer-Ära. Einfache 8-Bit Computer eroberten die privaten Wohn- und Kinderzimmer. Bei mir war der Einstieg der berühmte Commodore 64 (C=64). Er besaß drei Kanäle zur Tonerzeugung und einen Soundchip (SID), der für die damalige Zeit hervorragend war. Die Programmierer versuchten, in einer Art Wettstreit der Besten, das maximal mögliche aus der Technik dieser Zeit herauszuholen. Aus diesem Wettbewerb entwickelte sich eine Scene, die damals wie heute existiert, die "Demoscene". Bild und Ton aller möglichen Computer wurde genutzt um Gesamtkunstwerke zu schaffen. Dazu gehörte auch, möglichst gute Musik aus den Chips heraus zu pressen. Soweit zum geschichtlichen Hintergrund...

Aus meiner Liebe zu dieser Musik und der Scene, muss ich natürlich auch musikalisch etwas machen. Also habe ich den Sound 8-Bit Computer als Element meines Liedes verwendet. Neben den typischen Sounds des C=64 sind auch Samples aus dem Commodore Amiga mit eingeflossen. Der ein oder andere wird sie vielleicht heraushören. Es sind aber auch modernere Instrumente mit eingeflossen um eine Brücke zu schlagen zwischen Alt und Neu.

Die Demoszene hat ihren ganz eigenen Stil, vor allem aber ist der Sound in sich sehr speziell. Für das ungeübte Ohr oft schwer nachvollziehbar. Ich habe versucht die klassischen Sounds zu reproduzieren und einen ganz eigenen Klang daraus zu erzeugen. Das Ergebnis ist ein nicht zwingend typischer Demoscene-Song, daher nenne ich das Stück auch "Retroscener", da ich verschiedene BEreiche vermischt habe, die jedoch alle in gewisser Weise retro sind.

Alles in allem gefällt mir die Mischung gut, auch wenn ich nicht ganz so puristisch vorgegangen bin, wie ich es zunächst geplant hatte. Es geht mir auch immer darum, mein eigene Handschrift erkennen zu lassen. Schlechte Kopien gibt es genug, da bleibe ich doch lieber ein Original. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich nicht auch mal etwas kopiere. Dann aber nur in Ehrerbietung an das Original.

An dieser Stelle möchte ich alle Mitglieder der internationalen Demoszene grüßen, vor allem Chris Hülsbeck, Jeroen Tel, Jogeir Liljedahl, Romeo Knight, Martin Galway und den Altmeister Rob Hubbard!

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